Denkmalhalle Döhlen (Freital)

Im Kirchhof der Lutherkirche Freital-Deuben finden Besucher die im Jahe 1899, nach Entwürfen von Comelius Gurlitt, im Schweizer Stil, erbaute L-förmige Denkmalhalle. Die Denkmalhalle in Döhlen beherbergt die “ältesten Zeugen” der Stadtgeschichte von Freital. Der Kirchhof ist tagsüber öffentlich zugänglich. Zum Spendenaufruf.

Geschichte der Denkmalhalle

Nikolaus II. (um 1909)
Nikolaus II.

Da im Jahre 1880 bis 1882 die alte Dorfkirche abgerissen und die neue Döhlener Lutherkirche aufgebaut wurde, befanden sich die alten Grabsteile, der alten Dorfkirche, seit dem im Freien und waren schutzlos dem Wetter ausgesetzt. Dass wurde 1899 geändert und der Bau der Denkmalhalle wurde geplant. Die Finanzierung des Baus übernahmen Zar Nikolaus II. (Russland) und Carl Friedrich August Maximilian Freiherr Dathe von Burgk. Der Zar finanzierte den  Bau der Denkmalhalle mit, da Max von Burgk nachweisen konnte, dass Vorfahren Katharina der Großen “von Zeutsch” in der Gegend gelebt hatten. In dieser Denkmalhalle findet der Besucher die  Grabsteine, die von der alten Döhlener Kirche erhalten geblieben sind. Der älteste Grabstein erinnert an Barbara Coquina (Küchen­meister), die 1365 verstarb, und enthält ein monu­mentales Reliefkreuz. Insgesamt wurden 19 Grabsteine gerettet.

Grabstein Barbara Coquina (Küchen­meister) 1365

Liste der Grabsteine

1356 Barbara Küchenmeister
1531 Margarethe von Grensing
1580 Hans von Grensing
1581 Elisabeth von Grensing
1590 Josua von Theler
1598 Margaretha von Theler
1603 Christoph von Zeutsch
1610 Joseph Benno von Theler
1613 Anna Maria von Zeutsch
1619 Johann Dippold von Grensing
1620 Wolfgang Ulrich von Theler

1628 Anna von Grensing
1633 Conrad Theler
1648 Katharina von Theler
1687 Hans Caspar von Zeutzsch
1693 M. Samuel Hannauer
1694 Ernst Dietrich von Haugwitz
1696 Caspar  Dietrich  von Haugwitz
1722 Johanna Susanna Freifrau v. Degenfeld
1752 C. E. von Polenz
1769 M. J. von Polenz

Denkmal Figuren Denkmalhalle Döhlen

Zarin Katharina II. von RusslandSophie Auguste Friederike Prinzessin von Anhalt/Zerbst nimmt am 9.7.1744 bei einer Taufe den Orthodoxen Glauben an und wird mit dem Großfürsten verlobt. Am 1.9.1745 findet die Hochzeit mit dem Großfürsten Peter von Russland statt. Mit der Taufe erhält sie einen neuen Namen, heißt nun Katharina Alexejewna und ist mit der Hochzeit Großfürstin von Russland. Ihr Gemahl besteigt am 5.1.1762 als Peter III. den Thron und ist damit Zar von Russland. Am 17.7.1762 wird er von den „Orlows“ ermordet und seine Gemahlin krönte man am gleichen Tag zur Zarin Katharina II. von Russland.

Damit gehören die v. Pölnitz auf Dreitzsch und die v. Zeutsch in die Ahnenreihe der Zarin Katharina II. von Russland. Es gibt in der Denkmalhalle 2 Grabsteine  der von Zeutsch. Dokumentation von Wolfgang Schuster, Triptis/Oberpöllnitz 2/2005 – akt. 5/19.

Ahnentafel von Katharina der Großen

Katharina die Große

Katharina die Große

Katharina die Große

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Stammwappen von Zeutsch

Spendenaufruf / Restauration

Die Denkmalhalle hat einen sehr großen historischen und touristischen Wert für die Stadt Freital. Im Moment sind dringend Restaurationen notwendig. Das Ziel ist, die Denkmalhalle bis zum 100-jährigen Bestehen der Stadt Freital, im Jahre 2021, wo auch der Tag der Sachsen statt findet, der Öffentlichkeit im restaurierten Zustand zu präsentieren.

Restauration Denkmalhalle Freital

Das Ziel kann nur erreicht werden, wenn genügend Sponsoren dabei mit helfen. Jeder Cent zählt um die kultur-geschichtlich wertvollen Denkmäler weiter zu erhalten. Nur mit ausreichend Eigenmitteln können Zuschüsse von der Denkmalbehörde abgerufen werden.

Fragen beantworten Ihnen die Familie Kammer unter brigitte.kammer@gmail.com oder Tel: 0351-6506575

Spendenkonto
Kassenverwaltung Pirna
RT0852 Denkmalhalle Döhlen
IBAN: DE 11 3506 0190 1617 2090 27

Die Arbeiten an den Grabmahlen Nummer 4 “Elisabeth von Grensing” und Nummer 8 “Christoph von Zeutsch” konnten schon 2018 von Dipl.-Restaurator Michael Eilenberger durchgeführt werden. Die Kosten für die ersten Platten beliefen sich auf insgesamt rund 8.700 Euro. Die Förderung betrug rund 6.950 Euro. Durch Absprache mit der Unteren Denkmalsbehörde sollen im nächsten Arbeitsschritt drei weitere Grabplatten konserviert und restauriert werden. Der Gesamtaufwand wird bei ca. 12.000 Euro liegen. Etwa 8.000 Euro Fördermittel sind dafür angezeigt. Die restlichen Gelder müssen jeweils als Eigenanteil aufgebracht werden. Quelle: Stadt Freital

Besichtigungsmöglichkeit & Anfahrt

Die Besichtigung der Lutherkirche Freital Döhlen ist zu den Öffnungszeiten, im Rahmen des Gottesdienstes, vor und nach den Konzerten und auf Anfrage möglich. Der Kirchhof, im dem sich die Denkmalhalle befindet ist öffentlich zugänglich.

Lutherkirche Döhlen
Lutherstraße 31
01705 Freital
Telefon: 0351 6491384

Bilder von der Denkmalhalle Döhlen

Führung mit Herrn Kammer für Mitglieder vom “Ich bin Freitaler e.V.” Der Verein unterstützt die Aktion und bittet euch, die Informationen dazu weiter zu teilen.

Ich bin Freitaler e.V.